China #2

Weiter gehts mit Part 2/4 .

Tag #3: An dem Tag habe ich wie erwartet nur gepennt, gegessen…abends sind wir dann in die Gulou Dajie, eine nette Straße mit lauter kleinen alternativen Bars und Shops, untergebracht in alten Hutongs, den traditionellen Unterkünften, von denen die chinesische Regierung hoffentlich ein paar stehen lässt. Highlight war die Chuáng-Bar, übersetzt Bed-Bar, ziemlich teure Drinks aber auch ziemlich genial. Ein altes Hutong wurde renoviert und in jeden Raum eine Bett- und Sofalandschaft integriert, auf die man sich flacken konnte. Ein Hutong ist quasi ein Innenhof, um den herum sich die Wohn- und Arbeitsräume verteilen. Wirklich sehr gechillt. Nach 2 Whiskey-Sour für jeweils 5€ sind wir dann nach HouHai, ein Viertel das sich um einen kleinen und einen großen See bildet und am Ufer ebenfalls lauter kleine Bars mit Dachterassen, Live-Musik, Straßenhändlern usw. bietet. Überall hängen Lichterketten und auf den Sees fahren kleine beleuchtete Bote. Die alternative Szene von Beijing gefällt mir sseeehr gut, ich muss sagen dass ich mich an dem Abend in Beijing verliebt habe. Bei meinem ersten Aufenthalt gefiel mir Shanghai deutlich besser, jedoch umso mehr man von BJ kennenlernt, umso mehr offenbart es seine Schönheit. An dem Abend hatte ich leider meine Kamera aufgrund totaler Verballerung vergessen, deshalb kann ich euch nur Google-Bilder anbieten . Hutong, HouHai – damit bekommt man doch einen ganz guten Eindruck.

Tag #4: Ich bin mit einer Freundin in das Kunstviertel 798 gefahren, nachdem ich die ganze Nacht nicht gepennt hatte – 3 Kaffee um 23 Uhr…Koffeein macht mich einfach fertig. Entsprechend sah ich auch aus . Also mit dem Schwarztaxi dorthin, auf dem Weg hören wir Mp3-Player..Klassik. Warum stehen so viele Asiaten/innen auf Klassik? Macht mich auch fertig. Jedenfalls das 798 Viertel ist ein altes Industriegelände mit verratzten Fabriken, in denen Gallerien und Cafés untergebracht wurden, wirklich sehr geil und riesig. Ein paar Leitungen sind noch unter Druck und es strömt Wasserdampf aus, überall stehen Statuen und andere Kunstwerke herum. Das TV ist auch da und nutzt die Kulisse, eine chinesische Soap zu drehen wie mir meine Bekanntschaft erklärt. Arrrgh die gibt es hier also auch..nach 6 gechillten Stunden – man kann dort wirklich den ganzen Tag verbringen – hauen wir wieder nach Hause ab und gehen Lamm essen. Lammhaxe. Am Spieß, auf einem Tischgrill. Man dreht selber und schneidet selbst runter, mit selbstgebastelten langen Messern…so herrlich. Da macht es auch nichts aus, dass die Kohlen wie Uran-Brennstäbe aussehen. Ein Typ hat den Job, den ganzen Tag eben diese Kohlen anzuheizen und an den Tisch zu bringen. Sein Gesicht ist MEGA angeschwollen und er schwitzt einfach abnormal..lol. Danach schlafe ich 14 Stunden.

Tag #5: Mittags schaue ich mir die BeiDa an (chinesische ‘Harvard’ Universität) einfach weil es mich interessiert und ich mir den Campus anschauen möchte, nachdem ich die BLCU schon ganz gut kenne. Sie steht in Haidian, in diesem Viertel befinden sich übrigens noch ~60 weitere Universitäten . Gefällt mir ganz gut, die Chancen dass ich hier mal studieren könnte sind naja, nicht so hoch, aber vllt. mit Ausländer Bonus und ein bisschen Füßelecken oder so. Mal sehen. Abends gehen wir japanische Nudelsuppe essen und dann ins Kino, Inception. Kostet fast 9€, wow, das sind ziemlich europäische Preise. Wundert mich etwas. Der Film läuft auf Englisch mit chin. Untertiteln, also komme ich mit . Sehr empfehlenswert btw, wer ihn noch nicht gesehen hat. Leider sitzt hinter mir eine Trulla mit dem Handy die die ganze Zeit quatscht und ich weiß nicht was “Halts Maul” auf chinesisch heißt. Aber der Chinese neben ihr weiß es  wohl und so kehrt irgendwann Ruhe ein.

Tag #6: Ich muss morgens um 5 Uhr aufstehen, da an diesem Tag mein Flieger nach Changzhou geht. Von einem sehr kleinen Flughafen ab, Beijing hat nämlich 2. Letztes mal wusste ich das nicht und bin zum Falschen gefahren, die haben ganz schön blöd gekuckt, als ich mit meiner Flugnummer ankam. Aber ich hab danach noch blöder geglotzt. Der Taxifahrer versucht mir auf dem Weg ein paar chinesische Wörter beizubringen, mit mäßigem Erfolg. Es ist zu früh und ich zu dumm, haha. Der Flughafen ist so Frankfurt-Hahn Style, man muss über das Flugfeld laufen um zum Flieger zu gelangen . So weit so gut, alles funktioniert. Im Flieger gibt es..’Frühstück’..eine Pappbox mit Peanuts, einem Mandel-Cookie, einem Milchbrötchen und komischer Entenpaste. Riecht so krass ekelhaft, dass ich mich nicht überwinden kann, daran zu lecken. Dem Mann neben mir schmeckt es auch nicht und er ‘schenkt’ mir seine Box, grinsend. Geil, 2x Peanuts! Frisch gestärkt setzen wir zur Landung an auf einer Landebahn, die aussieht wie ein Feldweg. Kennt ihr diese Ziegen auf den europäischen Flughäfen, die jeden Grashalm wegfressen, damit auf KEINEN  Fall irgendetwas in die Turbinen gelangen könnte? Hier sind 30-cm hohe Wiesen links und rechts und vorne und hinten, die chinesischen Maschinen haben wohl keine Probleme mit..Gras. Jede Menge Militärmaschinen stehen auch rum und winkende Soldaten haha, fast wie bei einem Staatsempfang. Als ich aus dem Flugzeug aussteige bekomme ich eine harte Hitzeklatsche, es ist SO heiß und SO schwül, dass ich brechen möchte. Abnormal! Gepäck geholt und ab ins Taxi, die Adresse hab ich mir vorher aufschreiben lassen und er kennt sie wohl…die Straße vom Flughafen weg ist eine einzige Baustelle und gespickt mit Schlaglöchern, Baggern, Menschen, herrausstehenden Eisenstangen..meinen Fahrer juckt das wenig. Nachdem er 10 Minuten lang mit geschätzten 100km/h den Hindernisparkour im Slalom mit Dauerhupen genommen hat, bleibt er an einer Ampel stehen (wtf?) und schnallt sich an (WTF??) – ich will auch!!! Doch hinten drin gibt es keine Gurte. Ok, bekreuzigen und Augen zu. Den Rest der Fahrt habe ich verdrängt. Ich sage nur Gegenspur, Lichthupe, Vollbremsung, Ausweichmanöver, quer über die Kreuzung und dabei die Kurve schneiden, Hupen, Ausweichmanöver, Passanten streifen…fast so gut wie Achterbahn. Irgendwann komme ich an, mein Kumpel wohnt in einer Gated Community mit 24/7 Security und Supermarkt und Kindergarten auf dem Compound, klimatisierte Wohnung, Halleluja! Wir scouten die Stadt ein bisschen aus, da er auch erst vor ein paar Tagen angekommen ist und setzen uns in einen Uiguren, um lecker Lammfleisch mit Koriander und Reis zu essen, 2€. Es ist zu heiß, um irgendwas anderes zu machen also gehen wir nach Hause, pennen ein bisschen und ziehen abends wieder los, zur Changzhou-Filiale von Tayrio . Dort lernen wir einen Russen aus Karlsruhe kennen, der grad auf Montage ist und frisst wie ein Scheunendrescher – abnormal! Ich kann euch leider keine Bilder der genialen Wohnung meines Kumpels zeigen (3 Bedrooms, 2 Bathrooms, großes Wohnzimmer etc..geschätzte 500€ Miete), da ich nicht weiß, ob es ihm Recht ist, aber ein paar Bilder der Aussicht aus seiner Wohnung und ein paar Eindrücke von Changzhou, das mittags übrigens ABSOLUT MENSCHENLEER IST, sind drin. Ja, auch sowas gibt es in China. Liegt wohl an der Hitze.

So dit wars erstma für heute. Wird ja auch langsam tl;dr. Ich hoffe, es ist halbwegs interessant und ich kann euch vllt. dazu bewegen, auch mal einen Blick nach China zu werfen. Es lohnt sich .

China #2
China #1

Sodele, finally. Denke nicht, dass die anderen Teile auch so immens ausfallen, nur zu den paar Tagen ist mir soviel eingefallen .

Der Flug: Etihad Airlines. Beste Airline ever. Verdammt guter Service, Essen (Lamm-Cevapcici)  für das ich sogar im Restaurant bezahlen würde und trinken, soviel man will. Im Flug nach Abu Dhabi lerne ich eine 40-jährige Deutsche kennen, die grade ihren Job gekündigt hat und eine 6-monatige Weltreise macht. Sehr interessante Person und total knorke im Kopp, auf eine sympathische Art. Wir tauschen Email-Adressen aus und verabschieden uns nach 9 Stunden in Abu Dhabi, da ihr Flug nach Tokyo geht. In Abu Dhabi hat der gesamte Flughafen Free WiFi (fuck u frankfurt) und so bekomme ich die 2 Stunden Wartezeit schnell rum. Zu glotzen gibt es nicht viel außer Religionsfanatiker, die die Wand anbeten. Auf Knien. Jaja, ich weiß, immer gen Mekka. Im zweiten Flug sitzt wieder ein Deutscher neben mir, nicht weniger verrückt aber er stinkt bestialisch und spricht ein Englisch, dass ich manchmal losprusten muss vor lachen. Z.B. RED FINN, RED FINN!! (Red wine..Rotwein..). Anstatt seine Aussprache zu verbessern wird er einfach immer lauter und ich muss der armen Stewardess helfen. Rechts neben mir sitzt ein Chinese, der mich mit Messer&Gabel fast ersticht und sein Salatdressing auf das Brötchen macht, welches er nach dem Probieren dann fluchend ins Tablett klatscht. Ich muss mich wieder kaputtlachen und erkläre es ihm mit meinen paar Wörtern chinesisch – er versteht und ist sehr dankbar. Auf dem Salat schmeckt ihm das Dressing aber auch nicht . Da hilft nur eines: TRINKEN. 5 Bier, 3 Wein und einen Sake später zieh ich mir Iron Man 2 und ein paar Folgen Big Bang Theory auf dem Bordcomputer rein und schlafe danach bis Beijing ein. Dort angekommen ist mein Gepäck da, Halleluja!

Tag #1: Ich finde die Wohnung meiner Kumpels ohne Probleme und crashe erstmal auf dem Sofa. Die WG besteht aus einem Australier, einem schwulen Franzosen und einem Briten. Der Franzose wäre vor ein paar Jahren noch die Verkörperung all meiner Hassbegriffe gewesen, aber man wird ja vernünftig und erwachsen – er ist wirklich schwerstens in Ordnung. Der Brite hat den berühmten britischen Charme und bringt jede Nacht eine andere Chinesin mit nach Hause, eine hübscher als die andere. Unter der Woche arbeitet er 12 Std/Tag, Handys für Nokia testen. Pretty much like Patrick Bateman. Anyway – Nach 4 Stunden Erholung ist 18 Uhr und ich werde geweckt, Programm: Ganzkörpermassage (eine ‘normale’)  und Tayrio (japanisches All You Can Eat Tepanyakki). Bei der Massage bin ich der einzige, der einen Mann bekommt (haha) und denke erstmal FUCK!! Aber er macht das ganz gut und die Masseuse meines Kumpels sieht aus wie eine geisteskranke Domina. Wie sich herausstellen sollte, ist sie auch eine. Er sagt die ganze Zeit in seinem lustigen australischen Slang ‘SHE’S TRYING TO DO A JOB ON ME’. Zu gut. Danach völlllig entspannt (er mit schmerzverzerrtem Gesicht) ab ins Taxi und zu Tayrio. Dort steht unser Stammkoch Lia Wei schon bereit und haut uns Ladungen Fleisch, Fisch und Sushi um die Ohren, dass man weinen könnte. Er erinnert sich an uns und gibt uns ordentlich Rabatt, trinkt jede Menge Sake mit uns und danach rauchen wir noch ein paar chinesische Krebsstängel mit ihm. Schwer in Ordnung der Mann – QQ Nummern werden ausgetauscht. Während dem Essen hat die gesamte Restaurantmannschaft übrigens schon Feierabend und sitzt uns gegenüber, zu Abend essen, wie es in chinesischen Betrieben üblich ist. Sie starren uns an und haben Spaß an unserer gefräßigen Dummheit. Hat mir viel Vergnügen bereitet . Danach muss ich nach Hause und pennen, bin total am Ende.

Tag #2: Nach einer geruhsamen Nacht auf der Couch gehen wir erst einmal in die Nudelbude gegenüber und hauen uns Ziegen-Eingeweide-Suppe mit Koriander  für 50Cent rein. Frisch gestärkt schlafe ich zu Hause sofort wieder ein. Als ich abends aufwache, steht Programm an: Sanlitun! Die absolut geilste Partymeile in Beijing (meiner Meinung nach), mit 8 Leuten quetschen wir uns in ein schwarzes Taxi (die Regulären dürfen nur max. 4 Personen aufnehmen sonst gibts Knüppel ins Genick). Nach 40 Minuten Fahrt und 1€ Bezahlung pro Person sind wir da und suchen uns einen Club mit Dachterasse. Dort werden so rasante Hits gespielt wie Mambo No. 5 (lol) und Macarena (LOL)…das ist halt typisch chinesisch, Hits von vor 10 Jahren und alle gehen drauf ab, vor allem die Kubanerin in unserer Gruppe die Geburtstag hat und tanzt wie..eine Kubanerin halt. Diese Südländer… Wat solls, erstmal 5 Vodka Red Bull und dann abspacken. Nach 3 Stunden ziehen wir weiter in eine Bar wo es Cocktails gibt die “Quick Fuck” heißen und auch so schmecken, dreckig und scharf. Gut, noch betrunkener ab in den nächsten Club, hier fehlt mir dann die meiste Erinnerung, diese kehrt zurück, als wir mit dem Taxi nach Wudaokou fahren, um ins Propaganda zu tingeln. Das PPG existiert nur, damit Westler Chinesinnen abschleppen können und jeder, der dort hingeht, weiß das. Da den ganzen Abend an mir aber schon eine nette Koreanerin hängt, mache ich mir keinen Stress und trinke einfach weiter. Nach einer Stunde weiterem schweißtreibenden Clubvernichten setzen wir uns draußen hin, holen uns noch ein paar koreanische Reisbier aus dem 7/11 und crashen dann in einem Hauseingang. Mein Körper ist morgens um 5 übelster Art am rumzicken wg. Jetlag und Konsum etc, also entscheiden wir uns dann nach Hause zu gehen. Achso da war so ein Typ der hat mit Bäumen geredet, total durch, bis 3 Afrikaner kamen und ihn einfach mitgenommen haben, lol..was soll ich dazu noch sagen. Ich muss übrigens auf jedem Bild eine Fresse ziehen, ist so eine Mental Disorder.

Coming up: Kunstviertel 798, Shanghai Expo, Changzhou, China’s little Venice – Suzhou.

China #1
Random Thoughts

Hey schreibe gerade an meinem Tripreport. Bis es soweit ist, (approx. morgen) muss ich mir ein paar Gedanken von der Seele schreiben, da ich gerade für mich selbst einen epischen Meilenstein meiner Pokerkarriere hinter mir gelassen habe. Sky’s the limit.

EV. Die größte verhurte Zeitverschwendung ever. Einfach nicht drum kümmern.
2 Hände am Tag von vorne bis hinten durch-analysieren und 5 Villains nach der Session mit Notes ausstatten dauert max. 30 Minuten und wird euer Spiel schon enorm verbessern.
Wenn ihr im Burn-Out-Mode seid, nehmt euch keine komplette Auszeit. Spielt einfach nur dann und solange, wie ihr Lust habt. In China habe ich manchmal 5 Tage garnicht gespielt, dann eine 2 Minuten-Session eingelegt und schon wieder aufgehört. Dann bin ich nachts angetrunken nach Hause gekommen und habe 3 Stunden gespielt. Jetzt bin ich in Deutschland zurück und kann ohne Probleme wieder 4Std. am Tag grinden, voller Enthusiasmus. Beste Motivations-Kur ever.
Sleep-Cycle. Ich kann es nicht oft genug wiederholen. Guter, gesunder, geregelter Schlaf und ein bisschen Sport.
Das Glücksspielmonopol wurde gestürzt, ich bin sehr, sehr, seeehr gespannt, wie das ausgeht. Noch kann ich nicht abschätzen, ob diese Wende für uns Pokerspieler positiv oder negativ ist.
Alleine reisen. Awesome! Macht es einfach mal, ihr werdet viel mehr Leute kennen lernen und euer Selbstbewusstsein wird enorm steigen, wenn ihr einen Monat lang auf euch selbst gestellt alle Probleme gelöst habt, die auf einer Reise so auftreten. Vor allem in einem absolut fremden Land in einer absolut fremden Kultur. Asien eignet sich hier bestens. Süd-Ost Asien.
Jetlag FTW! Ich schaffe es seit 4 Tagen, um 23 Uhr ins Bett zu gehen und um 7 aufzustehen . Dafür wache ich aber auch um 5 Uhr auf und habe einen Mords-Hunger. Dann gehe ich erst mal eine Stunde joggen und hole mir dann gutes deutsches Brot, aaahhh…4 Dinge, die man in China vermisst: Wurst, Brot, Butter, Auto fahren (selbst).
…muss gleich zur Weinlese, Butten schleppen. FML.
Suche einen Sprachpartner für Chinesisch. Kann euch Deutsch und Englisch beibringen .
Hab keine Lust auf die letzten 2 Semester, bin gleichzeitig aber höchst motiviert, den Scheiss hinter mich zu bringen. Schizo?
Nächsten Spätsommer mache ich eine 3er-WG in Beijing auf, wahrscheinlich an der Sanlitun oder in Wudaokou. Wenn jemand Interesse hat..
Hund und Katze schmecken gut.
Großartige Frau in Beijing kennengelernt. Macht aber keinen Sinn, bis ich dort bin. Gut, dass ich als Pokerspieler gelernt habe, meine Emotionen in eine Kiste zu packen und wegzusperren, bis es irgendwann zur seelischen Entladung kommt und sich auf einmal ein Loch in meiner Trennwand befindet . Adios gefühlsdusliger Mensch – sei gegrüßt, Arbeitsmaschine.
Chinesische White Dragon Zigaretten sind die Besten der Welt und eine Packung kostet nur 7 Kuai (~80 Cent). In Beijing leben ist schon, wie 3 Packungen Zigaretten am Tag rauchen, da kommt es auf eine mehr oder weniger auch nicht an.
..ok, erstmal genug. Gehirn geleert .

Random Thoughts
Titel? kA

Heute kann ich glaube ich zum ersten Mal in meinem Studenten-dasein sagen, dass ich zufrieden mit meiner Lernleistung bin. Seit Wochen lerne ich regelmäßig, kontinuierlich und sogar so, dass ich gar keine große Unlust verspüre (slap-a-geddon in my face). Es ist erstaunlich wie man auf einmal den Drang verspürt mehr lernen zu wollen WENN man erst einmal so weit ist und die wirklichen Tiefen des Themas versteht. Was man bei anderen Dingen deutlich leichter erreichen kann (Poker, Videospiele) hat nun endlich auch mal im Studium geklappt. Durch viel, viel Arbeit habe ich das Gefühl, dass ich Zusammenhänge verstehe (und das war mir leider bei meinem Studiengang nicht möglich ) von denen ich nie geglaubt habe, dass sie überhaupt existieren.
Allerdings ist das alles noch keine Garantie die Klausur zu bestehen (richtig, bestehen – nicht eine gute Note schreiben – bestehen… verdammte Wissenschaft).
Leider leidet darunter meine Freizeit erheblich und ich muss atm auf Poker gänzlich verzichten. Klar, Zeit hat man immer aber die nutze ich dann doch für andere Dinge. Poker rennt schließlich nicht weg und schwerer wird es auch nicht. Schlechte Regs wird es noch lange geben und genau gegen diese Leute spiele ich am Besten.
Over and out.

Titel? kA
Long Fist (Chang Quan)

Gestern über den Campus getrottet…da sehe ich, dass gerade die Einschreibung für die Martial Arts Classes dieses Semesters begonnen hat. Wushu, Wing Chun, Chang Quan, Tai Chi etc. Da ich schon ewig sowas ausprobieren wollte, man in Deutschland aber fast nur Trottel als Lehrer findet, behaupte ich einfach ich würde an der Uni studieren und schreibe mich für die erste Stunde ein . Ich entscheide mich für Long Fist, denn der Laoshi (Lehrer) für diesen Kurs ist ein nationaler Champion und sieht ziemlich sympathisch aus. Ist er auch. Er lehrt den Shaolin-Style des Chang Quan.

2 Stunden später bin ich total im Arsch, der Typ macht einem wirklich Feuer unterm Hintern. Ein paar Basic Movements gelernt, ein paar Long-Range Schläge und Ausweichmanöver, alles verbunden in einer tanz-ähnlichen Performance, sehr geil. Ihr könnt ja mal Chan Quan oder Longfist in Youtube eingeben, um einen Eindruck dieser Kampfkunst zu bekommen. Macht wirklich nen Heidenspaß und wenn ich hier bin, werde ich damit definitiv anfangen. Oder mit Wing Chun, Bruce Lee Style. Kann mir mal einer erklären warum ich noch ein wertvolles Jahr meines Lebens in Deutschland versauern muss .

Long Fist (Chang Quan)
Bald back!

Hey hey hey sorry für das Lack von Updates ich hab hier selten Internet und auch keine Zeit, mal einen anständigen Blogeintrag zu verfassen – einen halbherzigen will ich nicht hinklatschen. Mir geht’s hier bestens, die letzte Woche mache ich gerade einen Sprachkurs und mein Chinesisch hat sich schon um 400% gesteigert. Es ist aber noch lange nicht genug, um auch nur die einfachste Konversation zu führen . Zum Bestellen im Restaurant reicht’s aber und ein paar Sachen raushören kann ich auch schon. Habe mir ein paar Bücher von der Language&Culture University geholt, sodass ich zu Hause weiterlernen kann und hab hier ein paar nette Mädels kennengelernt die mir über Skype helfen wollen . Vllt. schaue ich mich auch nach einem Sprachpartner für mein letztes Jahr in FFM um.

Gepokert hab ich auch ordentlich, ca. 20k Hands in den letzten 3 Wochen, was viel ist für ‘Urlaub’, bin gut Up und das hat meine Urlaubskasse nochmal bestens angereichert . Außerdem habe ich einiges über Poker gelernt, was Arbeitsmoral und ‘Ernst nehmen’ angeht, aber dazu mehr in einem eigenen Blog. Mittwoch Nacht fliege ich zurück und am Freitag oder so gibts dann den Megablog..oder ich splitte ihn auf in ein paar Teile, sonst wird er glaube ich tl;dr. So muss los in die Klasse, Sonntags um 9.30 GNADENLOS!!!!

Bald back!
Hello Fellaz

Jaja, von mir hört man in letzter Zeit hier auch nix mehr .
Vorweg: Ich habe weder aufgehört mit dem Poker spielen noch blogge ich woanders – ich hab nur einfach irgendwie nix zu sagen .
Allerdings ist mir aufgefallen, dass so ziemlich alle (Poker)blogs, die ich lese, zu 90% aus sinnfreiem Nerdismus bestehen und deshalb werd ich mal versuchen regelmäßiger zu bloggen und einfach schreiben was mir so in den Sinn kommt – vielleicht freut sich ja darüber irgendjemand.

Mein letzter Post zur Motivation hat in mir nicht viel ausgelöst. Zwar lerne ich relativ viel für meine Verhältnisse aber zur absoluten Lernmaschine bin ich (leider) nicht geworden. Dennoch bin ich im Moment ziemlich zuversichtlich einen guten Zeitplan gewählt zu haben und, man höre und staune, früh genug angefangen zu haben!!!!! Hoffen wir mal, dass das auch belohnt wird.

Pokertechnisch kann ich nicht viel bieten, da mir im Moment die Zeit (naja, eigentlich nicht – könnte jeden easy 2h reingrinden, wenn ich nicht irgendwas anderes machen würde :[) fehlt. Habe ganze 15 Hände – ja, hier fehlt kein k hinter der Zahl – gespielt.

Sport schaff ich zum Glück im Moment wieder ganz regelmäßig Mo/Mi/Fr .

Random Pick der letzten Woche: http://www.semf.net/ – klasse Ding gewesen nur haben meine Beine danach einfach nur höllisch weh getan .

Take care boyz

Hello Fellaz
Ab nach Zhōngguó

Werte Leser,

der Autor dieses Blogs hat mal wieder keine Mühen und Kosten gescheut, um euch das Neueste aus dem fernen Osten zu berichten und zu diesem Zweck fliegt er morgen erneut in die Volksrepublik China! Falls er den Kommunismus, die Gewalt auf den Straßen, die politische Verfolgung, Propaganda-Attacken und Lebensmittelvergiftungen übersteht, wird er euch hautnah erzählen, wie es ihm ergangen ist. Bestens ausgerüstet mit einer Kreditkarte, Malaria-Tabletten und fünf Wörtern Chinesisch wagt er sich in die Untiefen des Drachenlandes. Was wird ihm dort widerfahren? Sollten die weitläufige Meinung in Deutschland und die Medien Recht behalten? Oder ist es nur die Paranoia das Westens vor der gelben Welle? Wieviele Untergrundgruften des Pokergottes kann unser Held ausfindig machen und in welcher Währung spielt die völlig rückständige, barbarische Bevölkerung? Etwa mit Schlangeneiern oder gar Fischaugen? Bald mehr in Episode #1 der Reisetagebücher!

so mal wieder Ernst hier, Scheisse elendige. Heute auf dem Konsulat mein Visum abgeholt, ein Tag vor dem Flug, keine Zeit für Fehlerkorrekturen, so bin ich halt. Ich sag euch das war wie im Affenkäfig. Jeder schreit jeden an und Schlangen zum Anstehen werden zu Boxringen. Ich find’s einfach nur geil und ganz fucking China ist so. Niemand hat einen Stock im Arsch, aber jeder hat einen dabei, falls die Diskussion doch mal brachialer wird! Man stelle sich vor, dieser Zustand auf einem deutschen Amt! Ne ne ne..

Geplant sind Fressgelage Extravaganza in Beijing + ein Dying Fetus Konzert im Mao Live House, die Expo in Shanghai, die Strände von Hainan (Bild),  ein paar Elektropaläste in Hongkong und natürlich die Spielhöllen in Macau. Geflogen wird diesmal mit Etihad Airlines über Abu Dhabi mit koscherem Essen. Die Russen können mir gestohlen bleiben . Meinen Laptop nehme ich mit, denn ohne Internet und ohne Poker kann ich nicht leben bzw. wäre es für mich kein Urlaub, wenn ich nicht mal einen Abend im Hotelzimmer abspannen und mich ein bisschen aufregen könnte über Headshots und Suckouts. Ich weiß die meisten denken jetzt “waas, daddeln kannste doch auch zu hause du depp!” – ja klar kann ich! Aber ich kanns auch im Urlaub und verdammt es macht mir einen Heidenspaß, warum sollte ich darauf verzichten .

Mein Reisesoundtrack passend zu meiner derzeitigen Gemütslage: GUDE LAUNEEE!! Ich habs nämlich endlich geschafft meinen ganzen Verwaltungskrimskrams mit der Prüfungskomission zu beenden und das hat mir einen riesen Stein vom Herzen genommen. Schwarz auf weiß, ich darf mein Studium beenden haha meine Scheine funktionieren wer hätts gedacht, heute Nacht werde ich gut schlafen. Ewig lang vor mir her geschoben..wäh.

So isch muss pagge – wir lesen uns Ende September oder wenn ich die Zeit finde auch mal zwischendurch . Keep it true!

Ab nach Zhōngguó
Re vom Summer-Breeze!

Die letzte Woche gab es keinen Eintrag, da Corny und ich beide auf dem Summer-Breeze in Dinkelsbühl waren! Das war das beste SB seit 2003, und ich war jedes Jahr dort . Circa 15 Leute aus Heidelberg und Heilbronn haben wir zusammengetrommelt und ein Camp der Dummheit eröffnet. So betrunken 4 Tage am Stück war ich lange nicht mehr und so viel Spaß hatte ich auch schon lange nicht mehr. Corny kann das sicher bestätigen . Auch Band-Technisch war alles geilstens. Parkway Drive, Hypocrisy, Die Apokalyptischen Reiter, Warbringer, End Of Green, um nur ein paar meiner Favoriten zu nennen.

Jedenfalls hat mir das Festival mal wieder gezeigt, was mir Metal bedeutet und warum ich auf jede andere Musik nur einen dicken, feuchten Haufen setzen kann, wenn ich diese mit Emotionen und Vielfältigkeit des Metals vergleiche. Von Auf die Fresse bis romantisch, bekloppt bis politisch, party bis stinkernst, ultraslow bis hyperfast uvm. ist einfach alles dabei was man braucht. Ich weiß schon warum ich die Szene seit mehr als einem Jahrzehnt liebe. Auch unsere Nichtmetaller-Freunde die nur wegen uns da waren hatten Shitloads of Fun und sind bei einigen Bands richtig abgegangen, ist das nicht der beste Beweis ?

Als Surprise-Act kam übrigens Bülent Ceylan, der türkische Comedian der auf seinen Shows gerne mal headbangt und ein paar Metalriffs laufen lässt. Er wurde wärmstens empfangen und man sah ihm die Nervosität deutlich an denn er war definitiv der erste Comedian auf einem Metal Festival. Aber die Leute haben ihn abgefeiert, es waren schätzungsweise so viele Leute da wie bei einem Headliner (~20k) und sein Programm war saugut. Am Ende durfte er auch noch eine Runde crowdsurfen . Er meinte im Februar startet seine neue Show auf RTL, bei der er zeigen will, was für bekloppte und nette Menschen Metaller sind, um mit den Vorurteilen aufzuräumen. Ich bin gespannt.
Ich verabschiede mich mit ein paar Worten der Reiter und kredenze euch noch ein paar Bilder. Danke für die geile Zeit Freunde! Mors over&out.

“Friede sei mit dir mein Freund in Ewigkeit doch es gilt zu streiten, stehe bereit!
Ziehe mit uns, du schenkst den Sieg, kämpf für eine Welt die das Leben verdient!”

Re vom Summer-Breeze!
Bloodrush In Concert!

Saugeil einfach. Awesome Konzert, Bühne vernichtet. Unser erstes Open Air und direkt so eine geile Stage, viele Leute, gute Show abgeliefert, vor der Bühne ging ordentlich Moshpit. So muss das sein. Vielen Dank an Robert für die ganze Organisation, great job! Und riesengroßen Dank an alle unsere Freunde die da waren und mit uns gerockt haben, das hat uns wirklich viel bedeutet. You know who you are, wir sehen uns auf dem Breeze! Ich habe einen Riesen Schädel denn die Aftershowparty war auch nicht von schlechten Eltern, trotzdem geht’s mir saugut. Und es wird sicher nicht das letzte Konzert gewesen sein . Vllt. kommt später noch ein Youtube Vid. vom Auftritt! Metal On!

Bloodrush In Concert!
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