Mindfulness

ERST einmal das obligatorische DEEEEEEEEUUUUTTTSCHHHHHHLLLAAAAAAAAANNNNNNDDD!!!! Bad Beat für England, 2:2 in die Halbzeitpause wäre sicherlich ein psychologischer Vorteil gewesen gegenüber dem 2:1, aber DEKLASSIERT IST NUNMAL DEKLASSIERT IHR DILETTANTEN!!!!!

So, jetzt wäre das erst mal raus. Wie man rechts sieht, war eh alles im Rahmen. Höhö.

Mindfulness, das eigentliche Thema dieses Blogs. Übersetzt wird dies mit Aufmerksamkeit, ich finde aber das wird der enormen Bedeutung und Tragweite dieses Begriffs nicht gerecht. Geistesgegenwart schon eher, aber auch nicht völlig. Vollständige Anwesenheit des Geistes bis in die letzte graue Zelle.

Eine Idee des Buddhismus, bestimmt nicht von den Glatzenträgern erfunden, aber aufgegriffen wird dieser Gedanke dort oft. The one and only Boywonder schwört auch darauf, wie man in 2p2 Posts und Blogs rauslesen konnte. Ich habe mich immer gefragt, was er damit meint. Er sagte immer, achtet darauf wenn ihr euch das nächste mal die Hände wascht, das Gefühl des Wassers und der Seife auf euren Händen, der Geruch, die damit verbundenen Assoziationen. Seid euch voll und ganz eures Daseins bewusst. Hört sich ziemlich esoterisch an, naja ist es irgendwie auch. Aber irgendwie auch ziemlich geil. Wann habt ihr das letzte mal euch wirklich auf eine Sache konzentriert, z.B. ein gutes Essen? Ohne dabei TV zu schauen, etwas zu lesen. Einfach nur das Essen, die verschiedenen Geschmäcker, das Gefühl auf der Zunge. Oder beim Autofahren, das Auto als wahrer Ort der Meditation. Achtet auf jedes Detail am Straßenrand, das Gefühl jedes kleinen Steinchens unter den Rädern, werdet eins mit der Maschine, ohne Musik, ohne rasende Gedanken, fahrt einfach nur und konzentriert 100% eures Gehirns darauf, nehmt eure Umgebung zu 100% wahr. Wie ein kleines Kind, das die Welt zum Ersten mal sieht und aus dem Glotzen und Staunen nicht herauskommt. Das ist eine abnormale Erfahrung, fast wie auf Drogen, man kann sich fast in einen Trancezustand versetzen wenn man es richtig macht. Auch auf seine Atmung kann man achten, auf die Geräusche der Stadt beim Einschlafen…whatever.

Naja, was hat das mit Pokern zu tun? Offensichtlich eine ganze Menge. Mindfulness kann man immer und überall trainieren. Die Umgebung und sich Selbst in seiner Ganzheit wahrzunehmen und zu erfahren, das ist ein Teil des Jobs eines Pokerspielers. Darauf entsprechend zu reagieren der andere. Seid immer neugierig, immer wachsam, lasst euch kein Detail entgehen, werdet eins mit den Karten und dem Gameflow, lasst euch durch nichts auf der Welt ablenken, schaltet alle Hintergedanken aus, es gibt nur euch und das Spiel. Wow, das hört sich ziemlich freakig an, aber ich schwöre euch, wenn ihr das draufhabt, kann euch nichts stoppen. Kennt ihr den Gesichtsausdruck eines Phil Ivey, wenn er am Tisch sitzt? Er sieht aus wie ein sabbernder Hornochse, der nicht auf 3 zählen kann. Und das ist aus dem Grund so, dass er zu 100% fokussiert ist und die Welt außerhalb des Pokertischs garnichtmehr wahrnimmt. Phil Ivey hat die Erleuchtung schon gefunden, ein Nanonoko sicherlich auch. Wir Normalsterblichen können nur hoffen, jemals so zu werden wie diese Genies und müssen jeden Tag die Fähigkeiten trainieren, die uns nicht in den Schoß gefallen sind.

Ihr (oder ich) verbringe sowieso so viel Zeit mit diesem Spiel, dass ich die Zeit auch zu 100% ausgenutzt wissen will. Und das schaffe ich nur durch Mindfulness, Passion. Verdammt viel schwieriger, als es sich anhört.

Ihr könnt das ja direkt mal trainieren mit diesem OST-Titel aus dem MMORPG ‘Age Of Conan’. Das wunderschönste und epischste seiner Art. Mit der genialsten Story (entnommen aus den großartigen Romanen) und dem wirklich atmosphärischsten Soundtrack den ich jemals bei einem Spiel gehört habe, wenn nicht sogar besser als jeder Filmsoundtrack. Die engelsgleiche Stimme von Helene Bøksle ist einfach abnormal. So gewaltig und zerbrechlich zugleich, wie Cimmeria selbst, das ist einfach Kunst. Schaltet mal alles ab, dreht euren Sound auf und lauscht jeder Note. Denkt an nichts anderes, als daran, wie die Musik auf euch wirkt, welche Erinnerungen Sie in euch weckt.  So wie ein Tagtraum, kennt ihr bestimmt, hat jeder mal im Religionsunterricht in der Schule gemacht haha.

So jetzt aber mal heia, morgen 8 Uhr raus, joggen, 4 Stunden Pokern, Rest des Tages mit höherer Philosophie beschäftigen. Was man nicht alles tut für so einen Magisterwisch.

Mindfulness
River Overbets

Ich experimentiere in letzter Zeit viel mit River Overbets, vor allem im 6Max und erziele damit ziemlich gute Ergebnisse, auch in Multiway Pots. In Spots, in denen Villain oft eine marginale Hand hält und eure Range sehr Polarized ist, empfehle ich es euch wärmstens, vor allem als Bluff. Es klappt gegen viele Regs sogar in Spots, in denen ihr gar nichts haben KÖNNT, trotzdem haben sie nicht die Eier, mit ihrem Bluffcatcher zu callen, wenn ihr  über oder doppelten Pot bettet. Zum Beispiel heute auf 1/2 war ein ziemlich weaker Reg unterwegs, Board was something like K78r,7,K. Ich war Preflopraiser Cutoff vs. Button und checkte mein T9 aus dem einfachen Grund, dass Villain gerne Cbets raiste und das Board gut seine Coldcalling-Range traf. Er bet, ich call. Wenn die 7 fällt, gebe ich eigentlich auf – recht weak, doch das ist nicht meine Std. Line, wie gesagt alles readbedingt. Doch er checkt behind. Dann fällt der zweite King, ich gebe Villain durchaus SD Value hier, da er sonst den Turn weitergefeuert hätte. Jedoch keine sonderlich starke Hand, wie einen King. Ich kann aber auch nur selten einen King halten, Villain weiß dass ich diesen fast immer cbette und gegen ihn öfter mal checkraise. Wenn ich checke, verliere ich die Hand. Wenn ich bette, werde ich sehr oft gecallt. Ein Shove sieht sehr obvious aus imho und ich würde so nie im Leben irgend etwas aus meiner Range spielen. Eigentlich wäre ein Shove sogar eine Einladung für einen Herocall. Aber was wäre mit einer 4/3 oder 5/3 Over Pot Bet? Das ändert nichts _direkt_ an meiner Range, bringt Villain aber zum Nachdenken. Und irgendwie verändert es doch meine perceived Range, da nun durchaus ein Retarded Slowplay-King meiner Range sein könnte, der ausbezahlt werden will. Jedenfalls schreit die Overbet so horrend nach einem Call, das Villain letztendlich foldet und mir A7 zeigt. Warum er den Turn checkt, weiß ich nun auch nicht. Ich bin mir 100% sicher, dass er alles bis zu einer PSB gecallt hätte, einen Shove vllt. noch zu 20% weil er denkt ich spazze, aber die Overbet war imho hier die beste Wahl. Red Line  Junkie auf und davon .

River Overbets
Apeshit Insane

Am Wochenende habbisch Geburtstag – dann steht Clubtour vom Feinsten an, das wird schonmal gut. Aber was besser wird: Morgen werde ich mein neues Canyon Fahrrad mal im Downhill testen und hoffen, dass ich mir wenigstens nicht das Genick breche – dass ich mir was breche steht eigentlich fest.
Wie man aus einem todernsten Spiel, bei dem es um Shitloads of $$$ geht, noch jede Menge Spaß macht, zeigt dieses von Cardrunners produzierte Video Love it:

Apeshit Insane
Edges, die man aus Faulheit / Nichtwissen / Gewohnheit liegen lässt.

Ich mache das hier vor allem als Merkliste für mich selbst, da ich mich immer wieder selbst dabei erwische, wie ich mich selbst belüge, wenn es um diese Edges geht ..der olle Dirty Sanchez hat mich auf die Idee gebracht :

Abseits vom Grind:

Gesunder, ausreichender Schlaf – hierzu gehört auch ein gesunder Schlafrhythmus. Jeder hat eine Wohlfühlzone, bei mir sind es 8 Stunden von 0 bis 8 Uhr und um 14 Uhr ein Mittagsschlaf von 30 Minuten – dann bin ich durchgehend den kompletten Tag fit. Habe viel damit rumexperimentiert..
Gesunde, ausgewogene Ernährung – muss nicht jeden Tag sein, aber gerade vor Sessions sollte man darauf achten, nichts Schweres zu essen und vor allem nicht in der Verdauungsphase zu spielen.
Fitness – schafft ein Wohlgefühl und einen freien Kopf, ist dazu noch gesund. Der einzige Teil, den ich eigentlich regelmäßig einhalte.
Freier Kopf – ihr habt noch etwas zu erledigen, außer zu Pokern? Macht es einfach vorher. Euer Unterbewusstsein wird euch killen, auch wenn ihr es verdrängt. Schnellerer Tilt, schneller gestresst in schwierigen Entscheidungssituationen, danach Wut auf sich selbst und das was ihr noch machen müsstet, macht ihr dann garantiert nicht mehr. Für mich der schwierigste Teil, aber es wird besser.
Arbeitsplatz – sauber und aufgeräumt. Für mich inzwischen kein Problem mehr, früher Bombeneinschlag.
Allgemeines Wohlbefinden – nach dem Aufwachen, hungrig, müde, Stress, Streit, ungeduscht, verkatert, unkonzentriert, whatever. Alles, was eure Entscheidungsfindung und Laune beeinträchtigt, sollte behoben werden, so gut es geht. Oder ihr spielt garnicht.
etc.etc.etc. die Liste kann unendlich fortgesetzt werden, das sind die wichtigsten Punkte imho.

Während dem Grind:

Musik aus oder sehr leise und ohne Lyrics (lenkt mich zu sehr ab), kein TV, Messenger aus, nicht im Internet browsen.
Notes machen, Hände markieren.
Table selecten, Games starten (aber bitte nicht übermäßig bumhunten, killt die Games).
Jeder hat ein Wohlfühllimit an Tischen – bei mir sind es 4. An schlechten Tagen 3, an guten 6. Standardmäßig 4, alles andere hat mir immer nur Ärger eingebracht.
Nicht autopiloten, hinterfragt eure Entscheidungen.
STOPLOSS (scheisse wichtig)
Aufhören zu spielen, wenn ihr keine Lust mehr habt oder wenn ihr anfangt zu tilten und es nicht in den Griff bekommt.
Aufhören zu spielen, sobald ihr unkonzentriert werdet (einen Missklick macht, vergesst was in einer Hand passiert ist..etc.) nach mir meistens nach 2-3 Stunden der Fall.
Nicht auf Results schauen.
Gehirn auf Belohnung durch Gutes Spiel, nicht durch $$$ trimmen. Euer Gehirn gehört euch, benutzt es auch.
Fokussiert sein, auch in Hände involviert sein, die ihr nicht spielt.

Nach dem Grind:

Session Review.
Notes aufräumen, Gegenstrategien in die Notes schreiben. Hat meinem Game am meisten geholfen und tut es immer noch.
Keine neue Session starten, bevor die Alte nicht abgehakt ist.
Videos aktiv anschauen und Notizen machen, nicht hirntot davorsitzen und einschlafen.

So, vor jeder Session werde ich mir diese verkackte Liste hier durchlesen und nach jeder Session und vor jeder Session und nach jeder Session und vor jeder Session und nach jeder Session und verdammt soll ich sein wenn ich die Punkte nicht einhalte .

Edges, die man aus Faulheit / Nichtwissen / Gewohnheit liegen lässt.
Der gute alte Mai

Yes, Mai ist vorbei – vielleicht gewinn ich mal wieder was!

War ein absolut beschissener Monat aber er hat mir immerhin ein paar Dinge gezeigt.
1. Ich hab zu wenig Zeit zum Spielen –> Zeit besser managen dann sind VIELLEICHT mal wieder 20k Hände im Juni drin.
2. Variance is a bitch. Ich bin really really bad gerunnt und bin am Ende bei 0 rausgekommen. Ein Wunder aber es ist tatsächlich ohne Totalschaden geblieben.
3. 6Max ist was für abgefuckte WOWfarmer (an all euch 22/20 Nits da draußen….viel Spaß mit meinem Geld – ihr verlierts sowieso wieder).

Somit habe ich nun folgende Ziele für den Juni:

a) 15k+ Hände HUPLO spielen
b) 10k+ Hände NL 6max spielen
c) Mehr Sonne finden
d) Irgendwann mal dazu kommen ein paar MTTs zu spielen

Der gute alte Mai
Spielsucht, wat?

Zur Zeit stehe ich morgens auf, mache genau eine Stunde Universitätsstuff während dem Frühstück, dann review ich Hände des letzten Tages und dann setze ich mich an die Tische, 4 bis 8 Stunden, mit kleinen Essens-und Sonnenpausen auf dem Balkon, abends geht’s dann zur Bandprobe oder mit Freunden was unternehmen. Jedenfalls habe ich glaube ich noch nie in meiner Karriere soviel gespielt, wie in letzter Zeit. Ich grinde die Hände einfach geisteskrank rein und werde nicht unkonzentriert, im Gegenteil, ich könnte noch länger spielen wenn meine Augen nicht schlapp machen würden. Vielleicht brauche ich etwas Hilfe . Haha just joking. In 2 Wochen ist das erste Festival der Saison yiha. Was nervt ist, dass ich für meine Hausarbeit keine Deadline habe, was es irgendwie schwer macht, mich zu motivieren. Aber ich versuche einfach jeden Tag eine Stunde daran zu arbeiten. Klappt nicht immer, aber immer öfters .

Also ich werde 2011 auf jeden Fall SNE probieren, entweder auf NL400 oder auf Fixed Limit 5/10+, muss sich noch zeigen welches Spiel mir bis dahin mehr Spaß macht / profitabler ist. Vom Zeitaufwand her wäre beides gleich, nur dass No Limit etwas stressiger wäre, da ich viel mehr Tische spielen muss und ich muss sagen, zum Zeitpunkt macht mir Fixed Limit mehr Spaß. Naja.

So gut werde ich leider nie werden auf der Gitarre, es seidenn ich spiele soviel Gitarre wie Poker . Nunja, man kann nunmal nicht alles haben im Leben.

Spielsucht, wat?
[Hassobjekt hier einsetzen] als Motivationsfaktor

Am Wochenende hatte ich nicht so recht die Motivation zu spielen, was zum Einen daran liegt, dass ich schon kacke viel gespielt habe diesen Monat und – damit korrelierend – kacke viel im Plus bin, zum Anderen macht es auf dem kleinen Laptopschirm nicht so viel Spaß. Jedenfalls lag ich heute morgen im Bett, um 6.45 klingelt der Wecker und ich muss in die Uni. Draußen pisst es, es ist kalt, ich bin hundemüde und habe 0,0 Bock meinen Arsch aus dem Bett zu hieven, nur um in der Uni weiterzupennen. Jedoch gibt es da dieses kleine Folterinstrument namens Anwesenheitsliste. Ich habe zwar noch einen Fehltermin über aber was soll man machen, den hebe ich mir lieber für die nächste Turniernacht auf.

Jedenfalls dachte ich mir in diesem Moment “Ok du Penner, falls du jemals wieder demotiviert und faul sein solltest, dann erinnere dich einfach an diese Momente zurück, in denen du es hasst diese Art von Verpflichtungen zu haben..” Meine Motivation ist jedenfalls völlig wieder hergestellt und ich habe heute  (nach der Uni und einem ausgiebigen Mittagschlaf) erstmal 6 Stunden lang 7.500 Hände gespielt, mit einem guten Plus.

So, die andere Änderung die ich an meinem Mindset vornehmen werde, ist, in Monaten zu denken. Klar ist das das klassische Denken, schließlich bekommt man am Ende des Monats auch seinen Lohn. Das ist aber beim Pokern ein falsches Denken, denn man kann rein theoretisch jede 30-Tage Periode herauspicken, oder jede 20-Tage Periode, or whatever. Poker is one long session. Deshalb werde ich in Zukunft versuchen, einfach meine 5k Hände / Tag zu grinden und mir immer die letzten 100k Hände anzuschauen, ausgehend vom Punkt der letzten 100k Hände. Macht mehr Sinn, da ich so nicht den Monat “saven” will, wenn ich gut im Plus bin und viel mehr die Lifetime Winnings betrachte, + Varianz wird damit besser berücksichtigt + ich kann anhand einer Analyse der letzten 100k Hände sehen, ob die Änderungen, die ich an meinem Spiel vornehmen wollte, auch eingetroffen sind.

[Hassobjekt hier einsetzen] als Motivationsfaktor
Kuriositäten des Onlinepokers

Beim Langweilen hab ich mal wieder das SWforum von 2p2 geöffnet und ein bisschen kreuz und quer gelesen.
Dabei ist mir folgendes aufgefallen: Irgendeine Grinderfarm hat nun ein Programm gemacht, das das Spielen auf Stars deutlich erleichtert – nichts neues eigentlich. Xboxcontroller als Steuermittel und Autoregister blabla…nun zum eigentlich Interessanten:

Es gibt ein Video von einem Typ, der 100tabled. Ja, 100, Hundert!
Fand ich sehr lustig, dass es tatsächlich solche Roboter gibt, die denken, dass sie damit irgendwas erreichen können außer nen bisschen Geld mit unendlich viel Zeit, ohne jegliche Aufstiegschancen.
Ist eigentlich wie Schule abbrechen .
Falls jemand genaueres erfahren möchte hier natürlich auch der Threadlink.

Bleibt nurnoch zu sagen….wann kommt der erste, der OVER 9000 Tische spielt?

Kuriositäten des Onlinepokers
Panzerfahrt

Ah..am Tag der Männer habe ich etwas durchaus männliches gemacht: Auf die Fresse bekommen, aufstehen, zurückschiessen. Körperteile flogen durch die Luft und Köpfe sind geplatzt, es flossen viele Tränen..aber nicht bei mir. Ich habe mein Schiff eigentlich ganz gut durch den Sturm maneuvriert, habe versucht, nicht dem Winners Tilt zu verfallen und während der Session nicht auf Ergebnisse geschaut, gegrindet bis der Heater vorbei war und meine Augen ausfielen. 8 Stacks waren es letztendlich, nachdem ich zuvor 3 im Minus war, gespielt wurde 1/2 und 2/4 auf 12-16 Tables, nichts Weltbewegendes aber für mich durchaus erfreulich, denn ich versuche mich ja auf diesen 2 Limits mit genau dieser Tischanzahl zu etablieren, um dann SNE grinden zu können. Bin zuversichtlich, dass das ganze hinhaut. Es hätte mehr sein können, hätte ich nicht 2 dumme Bluffs durchgezogen und einen riiichtig retardierten Calldown gemacht, Fehler aus denen ich lernen muss. Ein paar geistesgestörte Pots waren auch dabei, z.B. 400BB deep Quads gegen einen Fisch floppen und ausbezahlt werden. Obviously boxing. Muss morgen die Session nochmal analysieren.

Eins meiner neueren Vorbilder ist übrigens der neueste Pro auf Leggopoker, steel108. Sein Blog ist einer der Besten im Netz und er kommt sehr ehrlisch und sympathisch rüber. Gleichzeitig ist er sehr kompetent, wie er in seinem ersten Video zeigt (Killer!) und auch ein wenig geisteskrank. Oder wie shootaa sagt “he’s a beast”. Seine Backgroundstory könnt ihr nachlesen in seinem Blog. Er macht guten Profit auf 1/2 und 2/4 an 9-16 Tischen auf Stars (kes1981) während er SNE chaset, spielt gerne mal 14 Stunden Sessions und verliert dabei $32k auf NL200. Ja, das sind 160 Stacks. Ich sehe viele Parallelen von seiner Mentalität zu meiner, was Tilten und Motivation angeht, daher hoffe ich, viel von ihm lernen zu können.

So jetzt geht’s erstmal mit Freunden ein bisschen Billard spielen und was trinken (Cola Zitrone ), ich bin noch ein bisschen aufgedreht.

Panzerfahrt
Essen, Essen, Essen!

So, da ich zur Zeit jeden Tag (unter der Woche ) um 7 Uhr aufstehe und 4 Stunden Poker in 2×2 H Sessions spiele (5k Hände), dazu noch trainiere, meine Band am Laufen halte und in die Uni gehe, verbrauche ich enorm viel Energie. Das heist ich muss enorm viel essen, und ich versuche das ganze gut zu balancieren, aber es ist wirklich schwierig eine ausgewogene Ernährung zu praktizieren. Ein Essensplan wäre ganz gut, habe mich damit nur noch nie befasst und falls einer von euch da Ahnung hat, könnte er mir eine E-Mail schreiben. Ich wäre sehr dankbar und bei guten Ideen gibt es auch $$$. Fakt ist, dass gesunde Ernährung so einen großen Anteil zu Wohlbefinden und Konzentrationsfähigkeit beiträgt, dass ich dieses Thema einfach nicht vernachlässigen kann. 3 Mahlzeiten am Tag sind Pflicht, aber das ist so schweinisch viel und meine Küche ist so klein, dass ich wenig auf Vorrat kaufen kann, d.h. ich muss jeden Tag einkaufen und mir vorher überlegen, was ich koche, das ist extrem nervig. Vershizzlet nochmal. Ich wäre gerne in China, wo man einfach kurz auf die Straße gehen kann und sich das gesündeste und ausgewogenste Essen der Welt für 80 Cent holen kann, während man schönen Frauen hinterhergafft und bei 40° im Schatten verreckt weil die Nudelsuppe einfach ultrascharf ist . Aber ich bin im verregneten Deutschland und hier ist gesunde Ernährung teuer und nervig. Nunja..

Ich habe neulich eine Antwort auf eine Frage gelesen, die so naiv ist, dass man es kaum glauben kann, die mich aber seit Tagen nicht loslässt und daher muss ich ständig darüber nachdenken. Die Frage war: “Was wird dir immer ein Geheimnis bleiben?” ..und die Antwort darauf war: “Warum die Menschen nicht das im Leben tun, was sie tun wollen?”..was ja in sich selbst wieder eine Frage ist, die erst einmal beantwortet werden will. Da gibt es natürlich unzählige Faktoren, aber ich frage mich ob es nicht gerade in unserer zwanghaften, einengenden Gesellschaft einen gemeinsamen Nenner dieser Faktoren gibt. In der Pädagogik behandele ich grade das Thema “Gehorsam – Autonomie – Anarchie”, und ich habe dort ein paar Antworten gefunden, aber nichts Zufriedenstellendes. Und vor allem frage ich mich, ob man abseits dieser verfickten Zwänge und Erwartungshaltung unserer Gesellschaft überhaupt wissen kann, was man will, denn man kann ja nicht in die Zukunft schauen und die Präferenzen ändern sich ständig. Vielleicht kann man nur wissen, was man nicht machen will? Da fallen mir z.B.viel mehr Sachen ein, als andersherum. Mir fallen aber auch ein paar Sachen ein, die ich mir vorstellen könnte, mein Leben in der Zukunft bestimmen zu lassen. Und die werde ich auch tun, irgendwann, irgendwo… . Wie auch immer, jeder Lebensplan, den ich zur Zeit fasse, beinhaltet die Wörter China und Poker – garnicht so einfach unter einen Hut zu bringen, andererseits ist das auch gut. Denn um in China leben zu dürfen brauche ich eine “richtige” Arbeit für das Permanent Resident Visum, was die Versuchung mindert, Profispieler zu werden. Andererseits wäre es nämlich verdammt schwer nein zum Geld zu sagen. Vielleicht kann ich aber auch Pokerspieler als Beruf angeben und die Chinesen regeln das wenn ich ihnen ein paar Dollars unterschiebe . Wird schon.

Heute mal ein etwas gechillteres Musikvideo, ersetzt einfach das Wort “New York” durch “Shanghai” dann kennt ihr meine Version.

Take care lads.

Essen, Essen, Essen!
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